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Aktivitäten

Der BOYS’ DAY 2017 – erneut mehr Vielfalt und Resonanz

Aufgrund von noch immer vorherrschenden, traditionellen Rollenbildern scheut so mancher davor zurück, einen Beruf zu ergreifen, der durchaus seinen Interessen entsprechen würde. Der Boys’ Day will Burschen Mut machen, auch männeruntypische Berufe zu ergreifen. Das ist die Mission des Boys’ Day seit nunmehr 10 Jahren.

In diesem Jahr haben in fast 380 Einrichtungen, darunter rund 160 Kindergärten, 70 Pflegeeinrichtungen und 35 Ausbildungsstätten (Pflegeschulen, BAKIP/BAfEP, Pädagogische Hochschulen,...), zumeist männliche Fachkräfte den Burschen ihre Arbeit vorgestellt und sie eingeladen, sich selbst  einen Einblick in diesen Beruf zu verschaffen. Über 3.400 Burschen haben davon profitiert.

 

Rund 1.800 Burschen konnten darüber hinaus in 140 Workshops Berufs- und Lebensperspektiven diskutieren. Vorurteile gegenüber anderen Lebenskonzepten konnten abgebaut und rollenuntypische Berufe für Burschen  kennengelernt werden. 

Zentrale Veranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Wien

Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium

Die Hauptveranstaltung fand in diesem Jahr an der Pädagogischen Hochschule Wien statt. Mag. Marc Pointecker (Sozialministerium), Dr. Sven Fisler (PH Wien) und Barbara Würzelberger (Stadtschulrat) begrüßten dort ca. 90 Jugendliche.

Ali Mahlodji, EU-Jugendbotschafter und Mitbegründer der Videoplattform whatchado.com, erinnerte die Burschen in einer Key Note an ihr Potenzial und erzählte ihnen aus seinem bemerkenswerten Leben: Vom Flüchtling und Schulabbrecher bahnte er sich mit über 40 verschiedenen Jobs seinen Weg bis zum Unternehmensgründer. „Wir sind geprägt von Stereotypen, die uns weismachen, dass Technik eher etwas für Jungs und soziale Berufe eher etwas für Mädchen ist. Doch Männer sind genauso gut darin, sich um andere zu kümmern, wie Frauen Autos reparieren können. Glaubt an euch und lasst euch nicht von eurem Weg abbringen!“, riet Ali Mahlodji.

Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium
Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium

Ansprüche von Erwachsenen und FreundInnen abzuwägen, die eigene Position zu finden und letztlich zu ihr zu stehen, das konnten die Burschen im anschließenden partizipativen Forumtheater mit der Theatergruppe Mundwerk üben. Die Burschen waren mit großem Engagement dabei.

Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium
Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium

Im anschließenden Praxisblock lernten die Schüler verschiedene innovative Lernräume und Lernzonen der PH Wien kennen. In der Praxisvolksschule erfuhren die Besucher die große Vielfalt des Unterrichtens in der Praxis und reflektierten pädagogisches Handeln. In der Forscherwerkstatt wurden die Besucher eingeladen in Kleingruppen mit Forscherkisten zu arbeiten und zu experimentieren. Im Media Lab konnten die Schüler eine Videoshow erstellen, gestalteten dabei selbst Interviews und übernahmen verschiedene Rollen: Nachrichtensprecher, Kameramann, Tontechniker, Regisseur oder andere aktive Rollen. Im Education Innovation Studio war zu erfahren, wie im kreativen Gestalten informatisches Denken, digitale Kompetenzen und Skills des 21. Jahrhunderts vermittelt und geschult werden. Im Future Learning Lab fand schließlich ein Workshop zu den Themen 3D-Druck und Augmented Reality statt.

Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium
Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann ©Sozialministerium

Der Fernsehsender gotv hat die Veranstaltung auch heuer wieder filmisch festgehalten und ausgestrahlt sowie ein zusammenfassendes Video zur Verfügung gestellt: http://www.boysday.at/boysday/Videos/

Vielfältiges Angebot in allen Bundesländern

Fotos: ©NMS Neustadtl

Einige Highlights geben Einblick in den Erfindungsreichtum der Boys’ Day Regionalverantwortlichen und ihrer regionaler PartnerInnen, in die Vielfalt der Angebote, über Einrichtungsbesuche und Workshops hinaus. Sehr wichtig ist auch die Arbeit mit MultiplikatorInnen.

„Berufsbiografien – sozial sein – Mann sein“ – unter diesem Motto berichteten junge und ältere Männer, die gerade eine Ausbildung in den unterschiedlichen Feldern der Sozialbetreuung in der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Tirol absolvieren, von ihren Berufserfahrungen und Berufsbiografien. Dabei wurden entlang der Berufskompetenzen typisch männliche und typisch weibliche Muster hinterfragt.

 

Schüler der NMS Neustadtl nahmen im Jugendservice Jusy in Waidhofen an der Ybbs Einblick in die Arbeit des Sozial- und Jugendarbeiters und hielten ihren Besuch in einer Fotocollage fest:

Bei der Bildungs- und Berufsmesse der Arbeiterkammer „L14“ in Wien befassten sich 300 Schüler in einem Quiz auf spielerische Weise mit dem Zusammenhang von männlichen Geschlechterrollen und Berufswahl. In kurzen Workshops konnten sich die Burschen darüber hinaus gemeinsam mit ihren Eltern diesem Thema widmen.

Das Team in Salzburg wurde zur Teilnahme am „3. Karriereforum Lehre“ in Salzburg eingeladen. Damit konnte sich der Boys’ Day bei über 30 hochkarätigen Ausstellern vor rund 1.300 SchülerInnen präsentieren (www.karriereforum.eu).

An der Pädagogischen Hochschule im Burgenland wurde der Boys’ Day in einem Workshop für BerufsorientierungspädagogInnen präsentiert. Dabei konnten auch wichtige neue Kontakte für die nächsten Jahre gewonnen werden.

Auch in Kärnten wird der Boys’ Day Einzug in die Aus- und Weiterbildung für PädagogInnen halten. Erste Angebote der Pädagogischen Hochschule Kärnten sind bereits für 2018 geplant.

 

Die Kollegen in der Steiermark präsentierten und diskutierten den Boys’ Day im Rahmen eines Mutual-Learning-Workshops in Graz mit den ForscherInnen des EU-Projekts "Boys in care occupations". 

Der Boys’ Day wirkt

Einige Burschen im Workshop in der Berufsschule in Dornbirn besuchten schon letztes Jahr einen Workshop, und auffallend war, wie sich ihre Ansichten in Bezug auf Rollen- und Aufgabenverteilung im Haushalt verändert haben. Für sie war es vollkommen selbstverständlich, die Hausarbeit unter Mann und Frau gerecht aufzuteilen, und auch bei der Berufswahl waren durchwegs neue, moderne Haltungen zu erkennen.

 

In Oberösterreich teilten zwei Burschen nach Einrichtungsbesuchen in einem Altenheim bzw. einem Kindergarten mit, dass sie gleich am nächsten Tag zum AMS gehen und sich wegen Ausbildungen in diesen Bereichen erkundigen würden. Und tatsächlich landeten sie, über Vermittlung der Boys’ Day Regionalverantwortlichen, schon am nächsten Tag beim AMS-Jugendberatungsprojekt „c’mon 17“.


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BOYS' DAY 2017

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